Zum Gasthof Keller nach Gumpoldskirchen

Schönes Herbstwetter war angesagt, so beschlossen wir am Nationalfeiertag vom trauten Heim nach Gumpoldskirchen zu wandern, um in den Gasthof Keller einzukehren.
22km sind es lt. meiner Berechnung, wenn wir uns entlang des Fahrradweges Evo9 halten.

Eigentlich wollte ich um spätestens 08:00 weggehen, doch es wurde 09:00 …. das war vermutlich auch kein Fehler, denn die Sonne krächzte bereits mit ihrer letzten Energie in diesem flachen Winkel.
Um für unseren Weg nach Mariazell 2019 zu trainieren, schnallte ich mir auch den Trekkingrucksack um – gut bestückt.
Kann man mit Alpinen Wanderschuhen weit auf Asphalt gehen? Diese Frage stellte ich mir auch, packte sicherheitshalber meine Sportschuhe in den Rucksack.

Los gehts!
Wo wir genau gegangen sind, kann man dem Link zu Bergfex entnehmen, ich trackte die Tour mit.

Was gibt es zu berichten:
Froh und munter gingen wir im zügigen Tempo los, welches wir den gesamten Streckenverlauf hielten.
Raus aus der Siedlung Maria Theresia machte ich schnell einen Hüpfer zur Tankstelle Sollenau, um Wasser und eine kleine Verpflegung zu erwerben.
Bei der Piestingüberquerung gab es (wie immer) jede Menge an Enten, die auf ein Fresschen warteten, von uns gibts da aber nix – so latschten wir bei unserem Zahnarzt vorbei in Richtung Schönauerstraße. In Sonnenhain bestaunten wir die rasch wachsende Neuansiedelungen – da wachsen die Häuser wie die Schwammerl im Wald …. wenns feucht und warm genug ist 😉 … weiter gings entlang der Schönauerstraße, bogen aber dann in einen Feldweg ab.
Die Sollenauer/Schönauer Fischteiche laden immer wieder ein, kurz zu verweilen, 5min darf man schon schauen 😉
Interessant war der enorme Wasserstand des Heilsamenbaches – habe ich so noch nicht gesehen, trat praktisch beinahe übers Ufer.
Endlich am Evo9 angelangt (die Autos nervten schon etwas) erinnerte ich mich an die letzte Radlerei auf dem staubigen Weg, als sich vor und ober mir ein massives Gewitter zusammen braute. Nunja, ging ja alles gut.
In der ferne waren einige Rehe in einem Feld zu sehen, welche ruhig dahingrasten.

Weiter gings über die Holzbrücke, welche uns über die Triesting führt. Einie Meter weiter kam von hinten plötzlich ein roter VW Transporter …. am Radweg? Ich versuchte einen Grund zu finden, warum dieser am Radwegs unterwegs war. Bei der nächsten Brücke an der Schleuse Leobersdorf stand die Lösung im Wasser. Der Fischereiverband fischte viele tote Fische aus der Triesting (Nebenarm / Überlauf). Wir fragten nach dem Grund des Desasters, allerdings wusste der Gummistifelmann auch noch nicht mehr. Entweder zu wenig Wasser (es war von Grabarbeiten Stromaufwärts die Rede), oder aber kam etwas in Wasser – ich konnte Schlieren an der Wasseroberfläche erkennen, die ölig aussahen.

Weiter gings nach Kottingbrunn zum Kipferlteich. Leider gibt es eine Baustelle, die uns vom Kanal trennte. Der Kipferlteich zeigte sich dafür in einem sehr schönen Herbstkleid.
Ich sah mich schon beim Rathbauer sitzen, ein kühles Getränk und vielleicht ein Schmalzbrot zu mir nehmend …. doch leider … geschlossen. Welch harter Rückschlag.
Aber zumindest war der Steinbruch Bad Vöslau in unserer Höhe erkennbar in der Ferne.

So schlenderten wir frohen Mutes weiter, an den Pferdestallungen, entlang des Wr. Neustädter Kanals, der unser ständiger Begleiter war … und natürlich die Enten darin.
Stockente, Teichhuhn, Zwergtaucher, Brautente, …. schwammen, zeitweise bettelnd im kühlen Nass und auch 2 Eisvögel konnten wir erspähen neben anderem Gezwitscher.

Nach 13km, bei der Autbahnunterführung drückten meine Wanderschuhe, welche eher für alpinen Einsatz gedacht sind zu sehr, als dass ich noch darin weitergehen mochte.
So tauschte ich das Schuhwerk gegen die mitgeführten Sportschuhe aus dem Rucksack. Damit gings anfangs nicht besser, aber nach einigen huntert Metern wurde es besser.
Wir querten einige Kilometer weiter die Schwechat. Da viel mir ein, dass ein Radlheuriger nicht mehr weit entfernt sei. Das gibt einem schon wieder ansporn, vielleicht ein Bierchen trinken? Doch leider ….. geschlossen.

Na gut, dann eben erst im Gasthof Keller etwas zu uns nehmen. Wir ließen uns dadurch nicht die gute Laune nehmen und watschelten weiter …. da war es … das ersehnte Land: Gumpoldskirchen!
Die letzten 2km bis zum ersehten … Soda Zitrone 😀
22,1km in 5:05, wobei wir gesamt 05:25 unterwegs waren.
Das Wetter war herrlich, genau richtig zum Wandern. Der Weg selbst, naja, nicht so das unsere, aber wir wollten mal sehen, wie es ist, wenn man 22,1km in einem zügig durchgeht.

Nach der Rast gings zum BH Gumpoldskirchen, mit der Bahn nach Felixdorf und zu Fuß in die Badewanne 🙂
Am Ende des Tages hatten wir 25,2km zurückgelegt.

Fazit:

  • Die richtigen Schuhe sind das A&O … muss ich mir noch besorgen.
  • Alpine Wanderschuhe sind nicht für Asphalt geeignet … zumindest nicht über ~10km
  • Immer nach hinten schauen ob Radfahrer kommen, oder ein Auto 😀
  • Für Mariazell ist noch viel Training angesagt, sehr viel Training!

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